Hila: 21

Musik0220-CD Rezi-Hila-21-Album-Cover

Hila nennst sich das Projekt, das vor zwei Jahren in Los Angeles vom armenischen Cellisten Artyom Manukyan und dem französischen Produzenten Dawatile gegründet wurde. Dass sie vorher mit Künstlern wie Flying Lotus, Kamasi Washington oder Roy Ayers gearbeitet haben, ist auf „21“ nicht zu überhören. Denn hier verschmelzen sie aktuelle LA-Beats (Thundercat lässt grüßen) mit HipHop, Jazz-Andeutungen und vielen nostalgischen Zitaten aus der armenischen Musik der 1980er Jahre. Diese krude Mixtur klingt dann aber alles andere als weit hergeholt und verkopft, verfügt vielmehr über einen ganz selbstverständlichen, unaufhörlichen Groove und extrem prickelnde Atmosphären, wozu mal vergnügte mal melancholische Sequenzen ganz trefflich harmonieren. In dieser Kombination wurde so etwas noch nicht gehört. Hila formen hier also ihr eigenes Genre, ein bisher unbetretenes musikalisches Gebiet. Und so ist ihre clever organisierte Anordnung aus Vergangenheit und Zukunft eine absolut erfrischende Überraschung.     Olaf Maikopf
Underdog / Broken Silence