Sarah Schmidt: Seht, was ich getan habe

Buch-Schmidt

„Jemand hat Vater getötet!“ Mit diesen dramatischen Worten beginnt Sarah Schmidts Debüt „Seht, was ich getan habe“. Der Roman basiert auf einem wahren Mordfall, der bis heute nicht aufgeklärt wurde: Am 4. August 1892 findet Lizzie ihren blutüberströmten Vater auf dem Sofa. Ihre Stiefmutter ist ebenfalls tot. Beide wurden brutal mit einer Axt hingerichtet. Schmidt erzählt die Begebenheiten rund um den Mordfall aus den Perspektiven von Lizzie, ihrer älteren Schwester Emma, dem Hausmädchen Bridget und einem geheimnisvollen Fremden namens Benjamin. Geschickt vermischt sie dabei historische Fakten und Fiktion zu einem packenden und beklemmenden Plot. Lizzie wird sowohl im Buch als auch in der Realität zur Hauptverdächtigen erklärt, im Prozess aber später freigesprochen. Ein historischer Krimi ist ihre Geschichte jedoch nicht. Schmidt zeichnet viel mehr ein Psychodrama über eine angesehene Familie mit einem jähzornigen Vater und zwei vereinsamten Schwestern nach. Schmidt wurde auf den Fall übrigens als Bibliothekarin aufmerksam. Die Geschichte ließ sie nicht mehr los. Ihre Recherchen gingen soweit, dass sie mehrere Nächte in Lizzies Elternhaus zubrachte. Es ist mittlerweile ein Bed & Breakfast…    eg

Pendo, 384 Seiten, 20,-