Richard Fariña: Been down so long…

Buch-Farina

Fariña starb zwei Tage nach Erscheinen seines Debüts im Frühjahr 1966 bei einem Motorradunfall. Der Rezeptionsgeschichte dieses Schelmen- und Campusromans hat das nicht geschadet. Für die gegenkulturelle Szene war er ein Stück Selbstvergewisserung, hier konnte man noch einmal nachlesen, wie die Beats Haare und Bewusstsein wachsen ließen und sich langsam in Hippies verwandelten. Fariña zeigt die Bigotterie und antiliberalen Restriktionen an der Cornell University im Jahr 1958, gegen die sich eine „befreite“ Campus-Jugend aufzulehnen beginnt. Gnossos Pappadopoulis ist der faunische Held in dieser Geschichte, ein mit allen gängigen Rauschdrogen bekannter, allerdings auch ein wenig desillusionierter Wiedergänger des Kerouacschen Beat-Archetyps. Er sucht nach Erlösung und findet sie nicht so recht, weil die exzessive Steigerung des Lebens allein nicht mehr ausreicht.     fs

Steidl, 392 Seiten, 28,-