Paul Theroux: Mutterland

Buch-Theroux

In „Mutterland“, dem neuen Roman von Paul Theroux, kriegt Mutti ordentlich ihr Fett weg. Ich-Erzähler Jay rechnet gnadenlos ab. Der Reiseschriftsteller, Anfang 60, kehrt nach dem Tod seines Vaters mit seinen Geschwistern zurück zur betagten Mutter in Massachusetts. Und plötzlich ist alles so wie früher. In „Mutterland“ regiert die kaltherzige Matriarchin und tyrannisiert ihre Kinder. Jay blickt zurück und schildert eine Vergangenheit voller Geheimnisse und Lügen zwischen sich und seinen sieben Geschwistern. Die mit viel schwarzem Humor geschriebene Intrigengeschichte lässt autobiografische Züge erkennen. Auch Theroux hatte sieben Geschwister, auch seine Mutter wurde 102 Jahre alt. Stephen King nennt den  tragischen wie komischen Familienroman „eine bösartige Abrechnung. Und es macht Spaß“ – Recht hat er!     eg

Hoffmann und Campe, 656 Seiten, 28,-