Objekte/Fotografie: Das Eigene im Anderen

Foto: Jens GerberFoto: Jens Gerber

Nach umfangreichen Umbauarbeiten im Rahmen des Brandschutzes öffnet die Städtische Galerie Kubus nun wieder ihre Türen. Weiter geht es mit der Ausstellung „Das Eigene im Anderen – das Andere im Eigenen“. Vier Künstler untersuchen dabei, wie wir auf vermeintlich andere Kulturen schauen, was unseren Blick prägt und wie wir uns Dinge bewusst oder unbewusst aneignen. Die Ausstellung geht dabei von der These aus, dass Kulturen nie allein für sich daher kommen, sondern immer transkulturell sind und jede Kultur das Ergebnis eines interkulturellen Austausches darstellt. Die vier beteiligten Künstler gehen der Sache mit ganz unterschiedlichen Mitteln auf den Grund. Rolf Bier konzentriert sich etwa auf die Strategie des Sammelns als Aneignung der Welt und der Kultur. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist eine private Sammlung von Ostasiatika. Christian Dootz hat sich derweil die Stadt Kairo nachts im Schutz der Dunkelheit mit der Kamera angeeignet und zeigt an überraschenden Beispielen, wie sich hier Architekturen und urbane Szenen als Konglomerate von westlichen und östlichen Auffassungen präsentieren. Inka Nowoitnick untersucht anhand der Entwicklung ihrer eigenen Ikonografie und Bildauffassung verschiedene kulturelle Einflüsse. Sie führt uns eine Entwicklung vom christlich abendländisch geprägten Tafelbild zum im Orient vorherrschenden Ornament vor. Matthew Cowan guckt schließlich auf Rituale und Traditionen überall auf der Welt und erfindet dazu eigene Objekte.     EG

14.3.-26.4., Kubus; Eröffnung: 13.3., 19 Uhr