Mythos „Alte Sachsen“: Saxones

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Der aus dem heutigen Niedersachsen und Westfalen stammende Stamm der Sachsen prägte die europäische Geschichte nachhaltig. Die Eroberung Englands, der Widerstand gegen Christianisierung und fränkische Oberhoheit und schließlich die Erlangung des ostfränkisch-deutschen Königtums machten die Sachsen in vielen Sprachen zu einem Synonym für Deutschland und die Deutschen. Aber was hat es mit ihrem Namen auf sich und woher kamen sie? Die Sonderausstellung im „Saxones – Eine neue Geschichte der alten Sachsen“ im Landesmuseum will diesen Fragen auf den Grund gehen und den mythologischen Schleier, der in fast zweitausend Jahren um die Sachsen gesponnen wurde, lüften. Zu diesem Zweck zeichnet die Ausstellung mit Hilfe von archäologischen Exponaten und überlebensgroßen Illustrationen von Kelvin Wilson ein möglichst umfassendes Bild eines Volksstammes, dessen wahre Geschichte immer wieder ideologischen Umdeutungen und dem deutschen (oder vielleicht sächsischen?) Hang zur Romantisierung unterworfen wurde.

5.4.-18.8., Landesmuseum