Michael Nast: Vom Sinn unseres Lebens

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Unter dieser Überschrift lässt sich viel vorstellen, doch der Untertitel macht es dem interessierten Leser dann klarer, wovon das Buch des Berliner Autors tatsächlich handelt: „Und andere Missverständnisse zwischen Ost und West“. Geboren 1975 in Ost-Berlin, erlebte Nast, der mit „Generation Beziehungsunfähig“ vor drei Jahren einen Bestseller landete, das Leben in der DDR noch bewusst und war zugleich auch jung genug, um nach der Wende den Westen zu verstehen und kulturelle Unterschiede zu überbrücken. Doch auch noch dreißig Jahre nach dem Mauerfall ist das nicht selbstverständlich. Wie zahlreich die Missverständnisse zwischen den Menschen in Ost und West im Alltag immer noch sind, welche Differenzen den Alltag prägen, beschreibt Nast heiter und nachdenklich, zeigt in Anekdoten eine Welt, in der das Miteinander, zwischen Konsum-, Selfie-Wahn, Selbstoptimierung, Ichbezogenheit und dem Schwelgen in Luxusproblemen immer mehr in den Hintergrund gerät. Aber diese komischen bis tragischen Geschichten sind seine ganz persönliche und berührende Anleitung für mehr gegenseitiges Verständnis, einen besseren Umgang der Deutschen miteinander und ein Plädoyer, sich wieder auf wirklich Werte zu besinnen, nach denen wir leben wollen.     MAI

Edel Books, 207 Seiten