Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann

Buch-Leky

„Ein Okapi ist ein abwegiges Tier, viel abwegiger als der Tod“, sinniert die Ich-Erzählerin Luise, denn es ist „absolut unglaubwürdig, in der Wirklichkeit nicht weniger als in den Träumen einer Westerwälderin.“ Als ihre Großmutter Selma von einem Okapi träumt, ist das ganze Dorf überzeugt, dass in den nächsten 24 Stunden jemand sterben muss, einfach weil diese seltenen Ereignisse schon mehrmals zusammengetroffen waren. Auch wer sonst gar nicht abergläubisch ist, beeilt sich nun damit, etwas zu wagen, zu gestehen oder auch verschwinden zu lassen … In ihrem dritten Roman „Was man von hier aus sehen kann“ lässt Mariana Leky die unwahrscheinliche Wirklichkeit in diesem Dorf im Westerwald höchst tragikomische und wundersame Blüten treiben. Alles hängt auf kuriose Weise miteinander zusammen, die Liebe wächst scheinbar immer unter den ungünstigsten Bedingungen, aber die skurrile Dorfgemeinschaft hält alle und alles zusammen – und die ganze Geschichte ist so leichtfüßig wie tiefsinnig und brillant geschrieben noch dazu.    kr
Dumont, 320 Seiten, 20,-