Linn Ullmann: Die Unruhigen

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Die Tochter der Schauspielerin Liv Ullmann und des Regisseurs Ingmar Bergman ist eine der bedeutendsten Autorinnen Skandinaviens. In ihrem neuen Roman „Die Unruhigen“ erzählt sie die eigene Familiengeschichte auf literarisch verdichtete Art. In intensiven Szenen springt die Erzählerin zwischen den Zeiten, schreibt mal in der ersten und mal in der dritten Person: Mit ihrer Mutter lebt sie in Oslo, Stockholm oder New York. Ihre Kindheitssommer verbringt sie am Steinstrand auf der Insel Fårö bei ihrem Vater, dessen klare Regeln ihr Halt geben. „Omelett um eins“ gilt auch noch, als er alt geworden ist und mit der erwachsenen Tochter Gespräche für ein geplantes gemeinsames Buch aufnimmt, die sich nun durch ihren Roman ziehen. „In Wahrheit kann man nicht sonderlich viel über das Leben anderer Menschen wissen, vor allem nicht über das seiner Eltern, und erst recht nicht, wenn diese Eltern es darauf angelegt haben, ihr Leben in Geschichten zu verwandeln, die sie anschließend mit einer begnadeten Fähigkeit dafür erzählen, sich nicht im Geringsten darum zu scheren, was wahr ist und was nicht.“    kr

Luchterhand, 411 Seiten, 22,-