Installation, Skulptur, Collage: Grüße ans Bauhaus

Kunst0519 - Meldung - Kestnergesellschaft_Goshka Macuga Deutsches Volk deutsche Arbeit  Installationsansicht Turner Prize 2008

Goshka Macugas Kunst basiert auf historischer Forschung. Die Künstlerin nimmt dabei auch gleichermaßen die Rolle einer Historikerin, Kuratorin und Designerin ein. In detektivischer Recherchearbeit spürt sie Brüche, Fallstricke und Uneindeutigkeiten auf. Einen besonderen Fokus hat die gebürtige Polin auf das Bauhaus gelegt, jene einflussreiche Schule für Kunst, Architektur und Design. Das passt prima zum 100-jährigen Bauhausjubiläum, und so darf Macuga sich in der Kestnergesellschaft denn auch im ganzen Haus austoben. Während das Bauhaus heute in der Regel als Einheit und als Marke des klaren Designs wahrgenommen wird, zeigt Macuga künstlerisch die gegensätzlichen Weltanschauungen auf, in denen sich das Bauhaus selbst verortet hat. Die Ideologien reichen von spirituellen über marxistische bis hin zu kapitalistischen Haltungen. Das Ausstellungskonzept ist aber auch für die Kestnergesellschaft bedeutsam, die in den 1920ern und 1930ern enge Kontakte zu Bauhaus-Persönlichkeiten wie Feininger, Klee und Gropius pflegte.

24.5.-4.8., Kestnergesellschaft; Eröffnung: 23.5., 18.30 Uhr