Ian Mc Ewan: Maschinen wie ich

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In seinem neuen Roman „Maschinen wie ich“ widmet sich Bestsellerautor Ian McEwan dem Thema künstliche Intelligenz und deren Fluch und Segen: Ich-Erzähler Charlie (Anfang 30) kauft von seinem Erbe einen Androiden. Der heißt Adam, sieht aus wie ein Mensch, bewegt sich auch so, lernt schnell und kann sich mit dem Internet verbinden. Zusammen mit seiner Freundin Miranda programmiert Charlie Adams Persönlichkeit. Fortan leben sie zu dritt. Das läuft zunächst gut, mit der Zeit mischt sich Adam aber immer mehr in Charlies und Mirandas Leben ein: Der Roboter verliebt sich in die Studentin, einmal hat er mit ihr Sex, schließlich deckt er sogar Mirandas dunkles Geheimnis auf und bringt sie mit seiner Gesetzestreue in arge Schwierigkeiten. Der Versuch, Adam abzuschalten misslingt – der Android bricht Charlie dabei das Handgelenk. Klingt nach Science Fiction, ist es auch, aber bestens abgemischt mit philosophischen Betrachtungen, witzigen Passagen (Mirandas Vater hält Adam für den Liebhaber seiner Tochter und Charlie für den Roboter) und der spannenden Frage, wie menschlich Adam und wer am Ende moralischer ist – der Android oder der Mensch?     EG

Diogenes, 416 S.