Gerhard Henschel / Gerhard Kromschröder: Laubengänge

WB_Schutzumschlag_final.indd

Der Untertitel dürfte auf der Abbildung hier kaum zu lesen sein, deshalb vorweg: Nachdem Autor Henschel und Fotograf Kromschröder vor einigen Jahren durch die Lüneburger Heide gewandert waren, forschend nach Spuren von Arno Schmidt und Walter Kempowski – und wir Leser durften die beiden begleiten –, sind die beiden nun von der Wiege bis zur Bahre von Wilhelm Busch zu Fuß gegangen, durchs Weserbergland zum Harz. Mit dem Titel spielen sie auf eine Sentenz von Busch an: „…in den Laubengängen des intimeren Gehirns zu lustwandeln, wo‘s bekanntlich schön schattig ist…“ Es ist außerordentlich lehrreich und witzig, wie Henschel seinerseits Begegnungen schildert oder Dialoge mit Kromschröder dokumentiert, sowie einiges aus Buschs Werk, aus Bibliotheken und Netzrecherchen kombiniert, und wie Kromschröder zahllose oftmals skurrile Motive oder herrliche Ansichten inszeniert: vielgestaltige Kurzweil vom Start bis zum Ziel im Großformat.     dzn

Edition Temmen, 224 Seiten, 24,90