Georg Klein: Miakro

Buch-GeorgKlein

Was genau passiert ist, kann man hinterher nicht genau sagen. Georg Kleins „Miakro“ ist wohl ein solches Buch, bei dem man sich zufrieden geben muss, dass die Uneindeutigkeit bis zur letzten Seite fortbesteht. Denn die ganze Welt dieses Romans ist in solch extremer Weise befremdlich, dass sie zu Zeiten ins tatsächlich Unvorstellbare gleitet. Dies gilt besonders für die Umwelt der Figuren: Sie bewegt sich, verformt sich und verleibt sich Figuren ein, ohne dass man sich sicher sein kann, was genau da diese Metamorphosen durchläuft. Wenn also auch am Ende der Lektüre viele Fragen bleiben, so muss man diesem Buch vielleicht gerade deswegen seinen nahezu hypnotischen Sog zusprechen. Schließlich ist man nicht  ganz ungeneigt dieses Werk in eine Reihe mit den großen Science
Fiction Werken wie „2001“ zu stellen.    pw

Rowohlt, 336 Seit., 24,-