Emily Gunnis: Das Haus der Verlassenen

Literatur0919-Buch Rezi-Emily Gunnis

In ihrem Debütroman „Das Haus der Verlassenen“ nimmt uns Autorin Emily Gunnis mit nach Sussex ins Jahr 1956: Als Ivy schwanger wird und sich ihr Geliebter von ihr abwendet, landet die junge Frau in St. Margaret’s, einem Heim für ledige Mütter. Hier muss sie Buße tun und hart arbeiten, ihr Kind wird ihr nach der Geburt weggenommen und zur Adoption freigegeben. Ivy wird das Kloster mit den hartherzigen Nonnen nie mehr wieder verlassen. Im Jahr 2007 findet die Journalistin Sam Ivys herzzerreißende Briefe. Sie beginnt zu recherchieren und nimmt dabei auch St. Margeret’s unter die Lupe. Dort ist es in der Vergangenheit zu mehreren seltsamen Todesfällen gekommen. Irgendwie schein auch die bekannte Fernsehmoderatorin Kitty Cannon in die Geschichte verwickelt zu sein. Und auch Sams Familie scheint ein düsteres Geheimnis zu bergen. Die Zutaten für den Schmöker zum Weglesen sind also gegeben. Spannend ist die Geschichte aber auch, weil sie aus der Sicht der drei Frauen Ivy, Sam und Kitty erzählt wird und zeitlich auf zwei Ebenen spielt. Ein bisschen weniger Herzschmerz hätte dem Buch aber hier und da durchaus gutgetan.     EG

Heyne, 400 Seiten