Doris Dörrie: Leben, schreiben, atmen

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„Eine Einladung zum Schreiben“ heißt das neue Buch der erfolgreichen Autorin und Filmregisseurin Doris Dörrie im Untertitel. Genau das ist es, aber noch viel mehr: Als Dozentin für Creative Writing weiß sie nicht nur aus eigener Erfahrung, mit welchen Methoden, Tricks und Fragen jeder Mensch seine kreative Ader kitzeln und eigene Texte schreiben kann. „Wer bist du, wenn dir keiner zuschaut?“ Mit Kindheitserinnerungen geht es los – ob wahr oder logisch, ist dabei völlig egal – und über Alltagsthemen von Mittagessen über Musik bis zu Süchten und Sterben erzählt sie beispielhaft ihre eigenen Geschichten, meist nur wenige Seite lang und zur Nachahmung ausdrücklich empfohlen. Wie nebenbei erwächst daraus eine Autobiografie in Miniaturen. Und da Doris Dörrie in Hannover geboren und aufgewachsen ist, werden hiesige Leser darin einiges wiedererkennen. Für sie ist „Schreiben eine Methode, intensiver zu leben“. Und auch wenn man nicht gleich los schreibt, blickt man unwillkürlich gleich viel aufmerksamer in die Welt und in die eigenen Erinnerungen.     KR

Diogenes, 288 Seiten