Daniel Galera: So enden wir

Buch-Galera

Ende der Neunziger arbeiteten Emiliano, Aurora und Andrei für eines der ersten progressiven online-Magazine Brasiliens. Das Internet schien ein revolutionäres Versprechen auf kollektive und unabhängige Arbeit zu geben. 15 Jahre später gibt es das Magazin nicht mehr. Stattdessen leiten die Hauptfiguren ein Werbeunternehmen oder arbeiten sich an den patriarchalischen Strukturen von Universitäten ab. Die anfängliche Hoffnung weicht im Angesicht einer Welt des Web 2.0, wo das Internet von den großen Unternehmen beherrscht wird und unsere aufgezeichneten Jogging-Routen selbst nach dem Tod noch etwas über uns erzählen. Zwischen den spannenden Beschreibungen eines Lebens in der Welt von Webcams, Schweiß, Protesten und Pornos spielt „So Enden Wir“ im Wechsel von Ironie und Ernst mit dem Weltuntergang und ob er schon stattgefunden hat.    pw

Suhrkamp Verlag, 231 S.