Christof Meueler mit Franz Dobler: Die Trikont-Story

Die Trikont-Story von Christof MeuelerDie Trikont-Story von Christof Meueler

Eine dieser linken Erfolgsgeschichten, die einen nostalgisch erschauern lässt darüber, was in dieser anderen Zeit alles möglich war. Ein paar Universal-Dilettanten gründen 1967 einen Agitprop-Verlag, um alles mal ein wenig auf links zu krempeln, und landen sofort einen Bestseller nach dem anderen. Ches „Bolivianisches Tagebuch“, die „Mao-Bibel“ … Ab 1972 erscheinen auch Platten, zunächst robuste Arbeiterkampflieder, später Politrock, Straßenmusik, Knastsongs, subversiver Folk. Die Autoren erzählen die Genese des Verlags und ab 1980 des Labels vor dem Hintergrund des politischen, zeit- und popgeschichtlichen Horizonts und demonstrieren damit plastisch und in griffiger Diktion, wie sich Trikont an den jeweiligen Verhältnissen abgearbeitet, gerieben und gelegentlich auch mit ihnen gemeinsame Sache gemacht hat. Diese wechselseitige Abhängigkeit mit ordentlich Farbe ausgepinselt zu haben, macht dieses Buch über die reine Verlags- und Labelhistorie hinaus wertvoll.     fs

Wilhelm Heyne Verlag, 461 Seiten, 30,-