Bijan Moini: Der Würfel

Lesungen0619-Buch Rezi-Der Würfel

Bijan Moinis erster Roman „Der Würfel“ spielt in der nahen Zukunft. Deutschland wird von einem perfekten Algorithmus gesteuert. „Der Würfel“ beschert den Menschen ein sorgenfreies Leben mit gesichertem Grundeinkommen und ohne Kriminalität. Dafür sammelt die Technologie Daten der Bevölkerung, wertet sie aus und schlägt den Menschen vor, was sie tun, essen und anziehen sollen und wen sie lieben sollen. Wer sich an die Vorgaben hält, wird belohnt. Aber nicht alle spielen mit. Zu den Rebellen gehört Taso. Der 28-Jährige tut alles, um für den Würfel nicht vorhersehbar zu sein. Er trifft alle Entscheidungen mithilfe einer Münze und plant, sich einer Widerstandsbewegung anzuschließen. Genau da verliebt sich Taso jedoch in Dalia. Die junge Frau ist aus einer rückständigen Sekte geflohen und will nichts anderes, als in der schönen Welt des Würfels leben. Taso muss sich entscheiden – für Dalia und den Würfel oder gegen seine eigentlichen Ideale. Moini geht der Frage nach, ob Künstliche Intelligenz gut oder schlecht für den Menschen ist. Das Thema ist aktuell und brisant, das Buch dazu einfach brillant. „Der Würfel“ macht aber auch Angst – aber das ist gut so, denn am Ende geht der Leser vielleicht ein wenig wacher durch die Welt.     EG

Atrium Verlag, 400 S.