Filmfestival: Kubanische Visionen

Film-Kuba-ChicoundRita

Das Kino im Künstlerhaus feiert vom 22. bis zum 25. Februar das Festival des kubanischen Kinos. Vor rund 60 Jahren, am 1. Januar 1959, brachten die Revolutionäre um Fidel Castro die Batista-Regierung zu Fall. Aus diesem Anlass widmet sich das KoKi ein ganzes Wochenende der cineastischen Geschichte Kubas. Zum Auftakt (22.2., 16 Uhr) läuft der Animationsfilm „Chico & Rita“. Die oscarnominierte Liebesgeschichte macht das karibische Lebensgefühl greifbar, mit rhythmischem Jazz von Bebo Valdés und Cole Porter. Am 23. Februar wird zur Prime Time um 20.15 Uhr „El acompañante“ („Der Begleiter“) gezeigt. Regisseur Pavel Giroud erzählt die Geschichte des aidskranken Daniel, der mit den kubanischen Truppen in Afrika gekämpft hat. Nun fristet er sein Dasein in Los Cocos, dem Ort, an den die HIV-Infizierten der Insel abgeschoben werden. Direkte Gesellschaftskritik und die Aufarbeitung historischer Ereignisse sind wesentliche Elemente der kubanischen Filmszene. Am 22. Februar findet im Anschluss an die gezeigten Filme ein Podiumsgespräch statt. Es geht um den Einfluss von Geschichte und Gegenwart auf das Kino, aber auch um die gesellschaftliche Entwicklung auf der Karibikinsel, die sich seit mehr als einem halben Jahrhundert in einer permanenten Revolution befindet.
22.-25.2., Kino im Künstlerhaus