Dokumentation: Helmut Berger, meine Mutter und ich

Helmut Berger1 - Foto Edition Salzgeber

“Was macht eigentlich Helmut Berger?“, fragt sich Bettina Vorndamme, Filmfan in den besten Jahren – und googelt los.

Im Netz der Schock: Skandalauftritte, Dschungelcamp, Alkoholsucht! Der Weltstar aus „Die Verdammten“ und „Ludwig“, einstmals „schönster Mann der Welt“ und Darsteller meist narzisstischer und bisexueller Figuren, scheint nur noch ein Schatten seiner Selbst zu sein. Die Finanzcontrollerin aus
Niedersachsen beschließt, den Niedergang zu stoppen, und ist überzeugt: Berger braucht nur einen anständigen Auftrag, dann wird er schon wieder. Mit Hilfe ihrer Tochter nimmt sie Kontakt nach Salzburg auf.Kurz darauf sitzt die Schauspielikone tatsächlich auf dem Sofa ihres Bauernhauses in Nordsehl bei Stadthagen, trinkt Kaffee aus Omas Sammeltassen … und bleibt gleich für mehrere Monate. Zwischen dem ungleichen Paar entwickelt sich eine Freundschaft mit Höhen und Tiefen.Filmemacherin Valesca Peters begleitet das Kennenlernen zwischen ihrer Mutter und dem eigenwiligen Schauspieler mit der Kamera – und nähert sich dem Menschen Helmut Berger dabei selbst immer mehr an. Peters im Saarländischen Rundfunk: „Wir haben es geschafft, ein anderes Bild von ihm zu vermitteln, als das, was man in den letzten Jahren von ihm kannte.“Während der Exzentriker und Tabubrecher sein Leben vor und hinter der Kamera ausbreitet, verwischen die Grenzen zwischen Kinomythen und persönlichen Erinnerungen. „Helmut Berger, meine Mutter und ich“ ist ein intimer Film über einen sensiblen Künstler, über Familie und Wahlverwandtschaften, das Abstürzen und Wiederaufstehen – und darüber, dass sich ein Stück Würde im Leben manchmal wieder zurückholen lässt.     Hans-Ulrich Meißner
Vorpremiere ist im Kino am Raschplatz am 4.3., 20.30 Uhr, Regisseurin Valesca Peters und Bettina Vorndamme stellen den Film persönlich vor, ebenso wie zuvor am 3.3., 12.00 Uhr, im Kinocenter Stadthagen.